BIOGRAFIE
Rudolf Piehlmayer ist seit vielen Jahren als Opern- und Konzertdirigent international tätig. Seine künstlerische Laufbahn führte ihn an zahlreiche Opernhäuser und zu Orchestern in Europa und Asien.
Von 2002 bis 2009 war Rudolf Piehlmayer Generalmusikdirektor am Staatstheater Augsburg. Dort trug er die künstlerische Verantwortung für das sinfonische Konzertprogramm sowie für die Opernproduktionen des Hauses. Zu den herausragensten Ereignissen seiner Amtszeit gehörte die Augsburger Erstaufführung von Gustav Mahlers Achter Sinfonie, der „Sinfonie der Tausend“, mit über 300 Mitwirkenden. Für diese Aufführung wurde er 2005 mit dem Sonderpreis des Augsburger Theaterpreises ausgezeichnet.
Sein Debüt an der Oper Leipzig gab er im Jahr 2000 mit Richard Strauss’ „Der Rosenkavalier“. Es folgten wiederholte Einladungen zu Opernproduktionen, bevor er von 2007 bis 2010 als Principal Guest Conductor an das Haus berufen wurde.
Zwischen 2014 und 2022 war Rudolf Piehlmayer regelmäßig als Gastdirigent in Frankreich tätig. Wiederholte Einladungen führten ihn an die Opéra de Rouen Normandie, die Opéra de Rennes sowie die Angers Nantes Opéra. Zu seinen weiteren internationalen Opernengagements zählen Gastdirigate an der Norwegischen Nationaloper Oslo.
Eine langjährige künstlerische Verbindung besteht zur Musashino Academia Musicae in Tokio, an der Rudolf Piehlmayer seit 2014 regelmäßig als Gastdirigent tätig ist.
Eine besonders intensive Zusammenarbeit verbindet ihn mit den Nürnberger Symphonikern. Neben zahlreichen Konzerten entstanden gemeinsame Rundfunkproduktionen mit dem Bayerischen Rundfunk sowie CD-Einspielungen. Dazu zählen Aufnahmen mit Werken von Ludwig van Beethoven, Emanuel Moór und Hans Koessler. Die 2026 beim Label cpo erschienene Koessler-Einspielung entstand in Koproduktion mit BR-Klassik. Zu seinen weiteren CD-Produktionen zählt „Gulda meets Shostakovich“ mit dem Wiener Concert-Verein und dem Cellisten Friedrich Kleinhapl, erschienen bei ARS Produktion.
Von 2022 bis 2026 leitete er zudem ein sinfonisches Blasorchester der Bundeswehr.
Rudolf Piehlmayer studierte zunächst Schulmusik sowie Klarinette im Hauptfach an der Hochschule für Musik in München. Nach Abschluss seiner Studien wurde er Soloklarinettist bei den Berliner Symphonikern. Während dieser Zeit absolvierte er ein Dirigierstudium bei Prof. Hermann Michael an der Hochschule für Musik München. Sein erstes festes Engagement am Theater erhielt er in Regensburg, wo er zunächst als Solorepetitor und in Folge als stellvertretender Generalmusikdirektor tätig war. Diese Zeit prägte seine weitere Entwicklung als Opern- und Konzertdirigent.
Von 1998 bis 2004 folgten Gastdirigate an der Deutschen Oper Berlin. Zu seinen dortigen Dirigaten zählten unter anderem Wagners "Der fliegende Holländer", Mozarts "Zauberflöte", Glucks "Orpheus und Eurydike" sowie Orffs "Carmina Burana". In der Spielzeit 2000/2001 war Rudolf Piehlmayer Erster Dirigent am Theater St. Gallen.
Rudolf Piehlmayers Repertoire umfasst die großen Werke der Opern- und Konzertliteratur ebenso wie zeitgenössische Musik.
Seine künstlerische Arbeit ist geprägt von stilistischer Vielseitigkeit, dramaturgischem Gespür und dem Anspruch, musikalische Werke unmittelbar und lebendig erfahrbar zu machen.
Awards
2005
Sonderpreis des Augsburger Theaterpreises für die Aufführung Gustav Mahlers 8. Sinfonie (Sinfonie der Tausend) im Curt-Frenzel-Stadion
1994
Bayerischer Staatsförderpreis für junge Dirigenten
1987
Preisträger beim Internationalen Weber-Wettbewerb für Klarinette in Warschau
1986
Preisträger des Felix-Mottl-Wettbewerbs für Klarinette in München
1986
Förderpreisträger des Carl-Maria-von-Weber-Wettbewerbs für Klarinette in München
